Schreiben, lesen, korrigieren: Broschüre und Wandtext

Nachdem wir uns vor einigen Sitzungen darauf verständigt haben, für die mediale Vermittlung eine kleine Broschüre, Wandtexte und einen Audioguide zu nutzen, haben sich unsere Jungkurator_innen hingesetzt und je zwei bis drei eigene Texte als Werkkommentare geschrieben. Diese Texte wurden dann von uns im Museum gegengelesen, korrigiert, ergänzt, verbessert, verwässert, verlängert, gekürzt, zurückgeschickt, abgestimmt, präzisiert, kurzum: lektoriert. Nachdem die Schüler_innen unser Lektorat freigegeben haben, wurden diese Text zum einen für die Broschüre genommen, die wir hier unten als Entwurfs-PDF wiedergeben (herunterzuladen hier), und zum anderen für die Wandtexte genommen. Die Broschüre wurde von unserem Grafiker Harald Richter aus Hamburg gestaltet, der unsere Arbeit im Museum seit einigen Jahren mit viel Kenntnis, Kreativität und Geduld begleitet.

Broschüre DDR auf Wänden

Die Wandtext wurden von uns mit den Schüler_innen noch mal umgeschrieben, gekürzt, vereinfacht, damit sie der Situation vor Ort angemessener sind. Auch die Wandtexte, die in der kommenden Woche zu farbigen Wandschildern produziert werden, geben wir hier wieder (http://ddr.museum.academy/wp-content/uploads/2017/03/DDR-auf-Wänden_Exponate_15-03.pdf). Die Farbe der Wandschilder nimmt die Farben der einzelnen Gruppen auf, die ursprünglich als ein Streifen auf der Wand zu sehen sein sollten. Aber dieser Farbstreifen hat sich als etwas zu aufwendig und kostspielig herausgestellt, so dass unser Grafiker Harald Richter diesen Vorschlag mit den farbigen Wandschildern machte. Bei der letzten Sitzung haben wir mit den Schüler_innen die verschiedenen Farben an der Wand getestet, auch die Typographie diskutiert und uns auf die hier wiedergegeben Version verständigt.

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Die Termine stehen und Broschüre, Einladungskarte und Plakate gehen in den Druck

Die Termine stehen: Die Eröffnung der Ausstellung findet am Mittwoch, den 29. März 2016, 18 Uhr statt, am Mittwoch Vormittag wird es einen Presserundgang mit allen Beteiligten geben!

Wir freuen uns sehr, dass mit Alina Sabatowski Anton Baumgardt zwei unserer Jungkurator_innen sich bereit erklärt haben, neben dem Direktor der 35. Oberschule, Herrn Bernd Haberkorn, und dem Museumsdirektor, Herrn Hans-Werner Schmidt an dem Abend ein paar Worte zu sagen. Das verdient große Anerkennung! Wir freuen uns auch,  dass unsere Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke ein Grußwort sprechen wird. Der Abend wird von den beiden jungen Musikerinnen Helene und Wilhelmine Freytag mit Violine und Klavier begleitet. Später wollen die Schüler_innen noch im Café Musik auflegen. Es wird abwechslungsreich!

Die Druckfahnen von Broschüre, Einladungskarte und des Plakats sind in Druck gegangen. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse! Für alle, die sich dafür interessieren, stellen wir hier die PDFs zur Vorabansicht von Plakat und Einladungskarte ins Netz!

Also hier die Entwürfe zur Einladungskarte …

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… und zum Einladungsplakat, das aber noch korrigiert werden muß:

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Die ersten Werkkommentare

Beim ersten Treffen nach der Weihnachtspause haben wir uns einem sehr wichtigen Teil der Ausstellungsvorbereitung gewidmet, der Kommentierung der Kunstwerke. Über die Winterpause sollten erste Werktexte verfasst werden, nachdem wir ihnen im letzten Jahr noch eine Einführung in das Verfassen von Werkkommentare gegeben hatten. Als junge Nachwuchskurator_innen stehen sie vor der spannenden Herausforderung, alle von ihnen ausgewählten Werke selbst beschreiben und interpretieren zu müssen. Außerdem werden sie Führungs- und Vermittlungsformate entwickeln, mit denen sie den Besucher_innen der Ausstellung ihre eigens entwickelte Ausstellungsdramaturgie erklären werden. Um diese anspruchsvolle Aufgabe zu meistern, gibt es bei der Erarbeitung ihrer Texte immer wieder Unterstützung durch die begleitenden Mitarbeiter_innen des MdbK. Natürlich sollen die Texte nicht denen von ausgebildeten Wissenschaftlern, Kunsthistorikern oder Historikern gleichen, sondern Ausdruck der Jugendlichen sowohl mit Blick auf die Sprache als auch die Aussage bleiben. Wichtig ist aber, dass sie verständlich sind, strukturiert von der Beschreibung zur Interpretation gehen und die Perspektive der Jugendlichen auf die Gemälde aus der DDR-Zeit sind. Damit nehmen die Texte eine zentrale Stellung in der Ausstellungskonzeption ein, da die Jugendlichen hier direkt zu Wort kommen können. Die Texte sollen dann sowohl in einer begleitenden Broschüre als auch als Wandtexte im Raum Verwendung finden. In welcher Form darüber hinaus noch die Jugendlichen ihre Auseinandersetzung mit der DDR-Zeit vermitteln wollen, werden wir noch diskutieren. Schließlich stehen bald auch die Prüfungen in der Schule an!

Briefing
Besprechung der Werkkommentare