Die Qual der Wahl

Beim letzten Termin standen die Schüler_innen vor der schwierigen Entscheidung, sich auf eine endgültige Auswahl an auszustellenden Werken festzulegen. Gar nicht so einfach in Anbetracht der Vielzahl an Arbeiten, die in den Magazinen des Museums gefunden worden waren. Welche Arbeiten eignen sich besonders, die Wahrnehmung der Schüler_innen zum Thema Leben in der DDR widerzuspiegeln? Wie können sich anhand von Gemälden Geschichten erzählen lassen? Nicht nur die Auswahl, sondern auch die Hängung musste bedacht werden. Schlussendlich wurden 43 Gemälde ausgesucht und eine Raumaufteilung beschlossen. In vier Kategorien, die bisher noch mit Arbeitstiteln auskommen müssen, werden unterschiedliche Geschichten bzw. Narrative entwickelt. Dabei gab es durchaus Meinungsverschiedenheiten, aus denen sich konstruktive Diskussionen ergaben und ein durchdachtes Konzept.

Außerdem wurde angefangen, sich über die Form der Vermittlung der Ausstellung zu beraten. Wie soll dem Publikum ein Zugang zu den Überlegungen der Schüler_innen eröffnet werden? Verschiedene Optionen – vom Wandtext bis zum Audioguide – sind hierfür im Gespräch und sollen in den kommenden Wochen abgewogen werden. Insbesondere hierbei gilt es, kreativ und effiziente Lösungen zu gestalten, da die verbleibende Zeit bis zur Ausstellungseröffnung kurz ist.

Absichtlich lockerer ging es im zweiten Teil der Arbeitszeit zu, in dem die Schüler_innen noch einmal die Magazine des Museums besuchen durften. Dieses Mal jedoch nicht, um Arbeiten auszuwählen, sondern um selbst zum Motiv der Wahl zu werden: Es stand ein Fotoshooting für die ebenfalls zu planende Öffentlichkeitsarbeit an. 

Zu guter Letzt wurde noch über die Werktexte gesprochen, die die Schüler_innen selbstständig zu den von ihnen ausgewählten Arbeiten verfassen sollen. Welche Verwendung sollen die Texte finden? Wie ist ein solcher Text formal aufgebaut? Welche wichtigen Fragen müssen in so einem kurzen und kompakten Text beantwortet werden? All diese Punkte wurden besprochen und den Schüler_innen in die Ferienzeit mitgegeben.