Stichwort Vermittlung: Führung durch die Ausstellung mit Luisa Frenzel, Jonny Winter und Margret Rost

Am 4. April führten Luisa Frenzel, Jonny Winter und Margret Rost gemeinsam durch die Ausstellung. Am 11. und 12. April fanden weitere Führungen mit Schüler*innen der 35. Oberschule statt. Neben dem Audioguide stellen Führungen durch die Ausstellung ein wichtiges Standbein der Vermittlungsarbeit dar. Dies ermöglicht den Besucher*innen, mit den Kurator*innen ins Gespräch zu kommen. Genau das passierte auch. Die Teilnehmer*innen der Veranstaltung wurden zu Akteuren, vermittelt durch die Kunstwerke und die Einblicke der Schüler*innen sowie der Museumspädagogin Margret Rost. Besucher*innen berichteten über Erlebtes und bereicherten durch Ihre Erfahrungen die Interpretation der Kunstwerke. Die angeregten Gespräche waren manchmal auch kontrovers. Diese lebendige Art der Vermittlung, bei der es Generationen übergreifend zu einer aktiven Auseinandersetzung mit den Kunstwerken kommt, ist Teil des Ausstellungskonzepts – keine fertigen Interpretationen liefern, sondern durch eigene Empfindungen und Erlebnisse auf die Kunst zu reagieren, die Bilder als Akteure wahrzunehmen, die noch heute die Menschen bewegen.

Führung durch die Ausstellung am 4. April

 

 

Ausstellungsrezeption und Rezensionen

Nach jeder Ausstellungseröffnung steht bei den Ausstellungsmacher_innen immer auch die Frage im Raum, wie kommt die Ausstellung an, wie wird sie wahrgenommen. Dabei ist die unmittelbare Reaktion auf eine Ausstellung durch die Besucher_innen vor Ort, während der Führungen oder auch im Gästebuch, das wir nun zum ersten Mal auch online zur Verfügung stellen, sehr wichtig, weil unmittelbar und authentisch. Daneben ist natürlich auch die mediale Rezeption wichtig, prägt sie doch ein Bild und eine Meinung der Ausstellung bei einer größeren Öffentlichkeit, die für die entfernte Wahrnehmung (und viellicht auch die Entscheidung, sich die Ausstellung anschauen zu wollen) nicht unerheblich ist. Über positive Kritiken freuen wir uns, aber auch die zweifelnden Anmerkungen sind wichtig. Mit Kritik umgehen zu können gehört zum Beruf jüngerer und erfahrenerer Ausstellungsmacher_innen und zum Selbstverständnis einer mit öffentlichen Geldern finanzierten Institution wie einem Museum. Je nach Niveau und Überzeugungskraft der Argumente (die leider nicht immer gegeben ist) helfen gerade die kritischen Stimmen der Selbstreflektion der eigenen Arbeit und können produktiv sein. Wir werden auf dieser Seite die erscheinenden Rezensionen und medialen Reaktion aufführen, ohne sie im Einzelnen zu kommentieren, da dies nicht das Forum dafür ist (ein direktes öffentliches Gespräch mit Kritiker_innen kann ein solches Forum bieten) und da den Leser_innen eine eigene Beurteilung überlassen bleiben soll. (Für Diskussionen und Anmerkungen zur Ausstellung, aber auch zu Rezensionen, kann gerne das Gästenbuch verwendet werden, auf das die Museumsmitarbeiter_innen auch reagieren werden.)

Die Ausstellung wurden ferner als Projekt der Woche auf der Website Kultur bildet vorgestellt: http://www.kultur-bildet.de/artikel/projekt-der-woche-177-ddr-waenden.