Über 700 Werke in 2 Sitzungen – die Magazinbesuche

Nach dem die Themen festgelegt worden waren, gingen wir in die Magazine: vier große, sterile Räume, die links und rechts mit weißen Gitterwänden bestückt sind, auf denen dicht an dicht zahlreiche Gemälde hängen.

Auf die Frage, ob sie sich ein Magazin so vorgestellt haben, antworten die Schüler_innen unterschiedlich:

„Wir haben uns ein Magazin nicht so groß vorgestellt und das es mehrere Magazine gibt, eher kleiner mit weniger Bildern.“ (Luisa, gut & böse)

„Wir haben uns alle ein Magazin so vorgestellt.“ (Laura, Alltag & Leben)

Je 4 Schüler_innen mussten sich in Begleitung nun der Aufgabe stellen, aus einigen Hunderten von Werken jene auszuwählen, die zum Thema der Gruppe passten.

20160929_123916_web

Zu diesem Zweck waren zuvor noch einmal die einzelnen Stichpunkte zusammengefasst worden, die zu dem Thema gehörten: Porträt, Liebe, Familie, Kindheit/Jugend und Gemeinschaft bildeten zum Beispiel das Thema Mensch/Gefühle. Außerdem gab es lange Listen, auf denen – nach Wänden sortiert – sämtliche Werke aus DDR Zeiten aufgelistet waren. Fehlte doch eins musste es fotografiert und auf einer anderen Liste vermerkt werden. Jede Gruppe hatte eine_n Protokollant_in und eine_n Fotograf_in, die für die sorgfältige Dokumentation zuständig waren.

20160929_130951_web

Luise beschreibt die Arbeit in der Gruppe gut & böse: „In unserer Gruppe läuft alles gut, jeder arbeitet mit und alle sind sehr interessiert. Jeder hat seine Aufgaben und die halten auch alle ein. Über ein Bild wird auch manchmal diskutiert.“

Doch wie genau sollte entschieden werden welches Bild passt und welches herausfällt? Im Vorhinein waren wir davon ausgegangen, dass der Prozess viel Zeit in Anspruch nehmen und wilde Diskussionen mit sich bringen würde, doch wir wurden überrascht!

20160915_124105_web

Mit kreativen Auswahlmethoden, die von demokratischen Abstimmungen über die thematischen Bezüge, bei der auch  Berücksichtigung von Größe und Wohlgefallen beachtet werden, bis hin zu Schnick-Schnack-Schnuck alles erdenkbare abdeckten, arbeiteten sich die Schüler_innen mit höchster Konzentration und Mut zu klaren Entscheidungen in hoher Geschwindigkeit durch den Bestand an  Kunst der DDR-Zeit.

Nach insgesamt 8 Stunden waren etwa 200 Werke als erste Vorauswahl beisammen, die nun in der engeren Auswahl nochmals gesichtet werden müssen. Jetzt beginnt die Feinjustierung …

„Aus unserer Sicht ist das Magazin sehr gut verlaufen, bei uns wurde auch jeder gefragt, wenn es um ein Bild ging, was wir vielleicht mit in die Auswahl nehmen wollten, also bei uns lief es geregelt ab. […] Uns hat es echt viel Spaß gemacht!“ (Laura, Alltag & Leben)

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.